Geschichte
Dauerhafte Beherrschung verschiedener Kulturen
Durch die beiden Naturhäfen und der günstigen Lage war Malta früher ein wichtiger Knotenpunkt im Mittelmeer, weswegen die Inseln (Malta, Gozo und Comino) immer wieder von verschiedenen großen historischen Kulturen beherrscht wurde.
So wurde Malta zuerst von den Phönizien, Griechen und anschliessend von den Römern beherrscht; nachdem Rom besiegt wurde, von den germanischen Vandalen und Ostgoten.
Die Araber eroberten die Inseln dann im 9. Jahrhundert, deren Einfluss bis heute nicht nur in der Sprache spürbar ist. Im 11. Jahrhundert gehörten sie dann zu Sizilien, im 13. Jahrhundert Aragon (historischer Staat im Mittelmeerraum).
Einzug des Malteserordens
Im 16. wurde Malta als Lehen an den Malteserorden gegeben, wobei diesem unter Führung des Großmeisters La Vallette 1556 eine Abwehr von osmanischen Angriffen gelang. Im Jahr 1566 wurde eine neue Festungsstadt errichtet, die als Andenken an La Vallette Valletta genannt wurde.
Der bis 1798 souveräne Malteserorden musste sich gegen Napoleons französische Truppen geschlagen geben. Die Franzosen plünderten die Inseln und Malta suchte schließlich Hilfe bei den Briten. Großbritannien schaffte es, die Franzosen 1800 zum Truppenabzug zu bewegen; unter anderem weil die Briten Maltas Häfen blockierten. Daraufhin wurde Malta 1814 eine Kolonie von Großbritannien.
Malta und der 2. Weltkrieg
Auch während des 2.Weltkrieg war Malta ein wichtiger Knotenpunkt. Aufgrund der Lage und der beiden Häfen sollte Malta als Versorgungspunkt für den Afrikafeldzug der Deutschen dienen, wurde aber von den Engländern als wichtiger Stützpunkt für deren Marine und Luftwaffe ausgebaut, worauf hin Malta vielen deutschen Luftangriffen ausgesetzt waren.
1942 wurden Maltas Einwohner mit dem “Georgs-Kreuz” (zivile Auszeichnung für Tapferkeit im Vereinigten Königreich) von Großbritanniens König geehrt, da sie erfolgreich den Luftangriffen standhalten konnten. Dieses schmückt auch heute noch die maltesische Staatsflagge.
Im Jahr 1947 wurde Malta die Selbstverwaltung in Form einer parmamentarischen Demaokratie zugestanden und 1964 erlangte Malta die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich mit Mitgliedschaft im Commonwealth (lose Staatenverbindung, vor allem gebildet durch Großbritannien und seine ehemaligen Kolonien). Vor 37 Jahren erklärte Malta sich als Republik wodurch die Queen nicht mehr die Machthaberin der Inseln war.
Schließlich trat Malta am 1. Mai im Jahr 2004 der EU bei und führte am 1. Januar 2008 den Euro als ofizielle Währung ein.

